Kontakt Impressum

Wanda in St. Maartenzee

15.Mai – 21. Mai 2004

Samstag, 15.Mai

Irgendetwas war schon am frühen Morgen anders ... Herrchen und Frauchen liefen aufgeregt im Haus herum und packten unterschiedlichste Sachen in umherstehende Taschen. Es war ganz ungemütlich. Ich verzog mich in mein Körbchen, da hatte ich einigermaßen Ruhe. Von hier aus hatte ich die Beiden und auch die Eingangstür im Auge. Es hätte ja sein können, dass sie etwas ganz Tolles machen würden und mich vergäßen. Frauchen tätschelte mir zwischendurch immer wieder den Kopf und sagte etwas von „URLAUB“. Was das wohl sein könnte – ich rätselte ... Vor einem Spaziergang hieß es immer WALD oder sie nannte einen der Namen meiner Hundefreunde. Den Spaziergang hatten wir ja auch bereits hinter uns und für die Abendrunde war es noch zu früh ... Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, bekam ich mein Halsband angelegt und man befahl mich hinaus ... Sollten wir nun noch einen Rundgang unternehmen??? Aber was würden wir mit all den Sachen machen, die wir dabei hatten? Hundefutterdosen, Decken und Taschen wurden von Herrchen ins Auto gestapelt, bis fast kein Platz mehr war. Ich erschrak, als Frauchen in der Heckklappe, da wo mein Platz ist, mein Liegekissen und ganz viele Decken und noch den Hundeteppich hineinbugsierte - hoffentlich blieb noch ein Eckchen für mich frei ... Was, wenn ich nicht mehr hineinpassen würde? Herrchen meinte, das sei gar kein Platz mehr für den Hund, aber er lachte dabei – also war es wohl einer seiner berühmten Scherze. Frauchen lockte mich zur Hecktür und warf ein Leckerchen auf den Kissen-Decken-Turm. Ich sprang hoch und landete mit den Vorderpfoten auf dem Wagenheck, konnte aber nicht das Leckerchen erblicken, das wohl irgendwo ganz oben auf dem obersten Kissen lag. Herrchen hievte mich etwas unsanft hinein und ich fand mich auf wabbeligem Untergrund wieder, vollkommen ohne Halt, sank sofort ein und fiel um. Im Liegen war es ganz bequem, aber ich hätte auch gern gesehen wohin wir fuhren. Leider kippte ich bei jedem Versuch aus dem Fenster zu sehen direkt um, so dass ich mich in mein Schicksal ergab und beschloss, ein Schläfchen zu machen. Ob das vielleicht schon URLAUB war? Der Deerhound liebt sein Schläfchen ...

Der Wagen stoppte – ich hatte ganz unruhig geschlafen, war vollkommen durchgerüttelt und froh nun endlich aus dem Auto herauszukommen. Vorsichtig sprang ich heraus und reckte mich tüchtig durch. Doch ich blieb an der Leine und bekam nur ein wenig Wasser und sollte mein Bächlein machen. Kaum hatte ich das erledigt – schwupps – hievte man mich wieder auf den Kissenberg. Dabei hätte ich gern die kleine weiße Pudeldame begrüßt, die so ein nettes Halsband in Pink trug und sie gefragt, ob sie auch URLAUB machte ... Na, immerhin bekam ich von Frauchen noch ein Würstchen, das ich genüsslich verzehrte. Herrchen bekam keins und beschwerte sich lautstark darüber, doch Frauchen gab ihm nur ein paar Nüsse. Der Deerhound braucht seine Extrawurst ...

Die Fahrt ging weiter und an Schlaf war nicht zu denken. Mir war heiß, mein Rücken war ganz durchgeschüttelt und ich so langsam wurde mir von dem Gewabbel und Geschaukel schon komisch ... „Wir sind da“, rief Frauchen plötzlich. Doch meine Zweibeiner stiegen ohne mich aus. Ich war empört. Sollte ich etwa hier in diesem Gefährt bleiben, während die beiden sich da draußen vergnügten? Mit weit aufgerissenen Augen verfolgte ich jeden ihrer Schritte und grübelte bereits über geeignete Maßnahmen, um diesem Gefängnis zu entkommen. Wenn das URAUB war, würde ich gern darauf verzichten. Zum Glück kamen sie bald zurück, ich wollte gerade anfangen ein kleines Wolfsgeheul zu inszenieren – das tun wir Hunde manchmal, wenn das Rudel weit weg ist, schließlich haben wir keine Mobiltelefone. Nach kurzer Fahrt hielten wir erneut an. Diesmal wurde ich aus dem Auto geholt und sofort angeleint ... als wenn ich hier weglaufen würde – wohin wohl? Wir gingen einen schmalen Weg entlang, der von kleinen Häusern mit ordentlichen kleinen Vorgärten gesäumt wurde. Ich schnüffelte – es roch nach Hund – das beruhigte mich etwas. Die Häuser sahen alle gleich aus. Ich hoffte, dass wir jemand Nettes besuchen würden, denn das taten wir manchmal. Die meisten Zweibeiner mochten mich und gaben mir Leckerchen. Wir gingen tatsächlich auf ein Haus zu. Vielleicht gab es hier ja noch andere Vierbeiner – mit ein wenig Glück waren es auch nette Typen, keine, die mich anknurrten, -kläfften oder -fauchten. Doch im Haus war niemand. Herrchen holte die Taschen und Frauchen packte sie aus. Mich überkam eine schlimme Ahnung. Um Himmels willen – wir würden doch nicht etwa für immer hier bleiben? Der Garten war klein und das Haus winzig, bestimmt waren meine Freunde ganz weit weg ... Ich hätte heulen können. Aufgeregt schnüffelte ich überall herum und beschloss mir direkt im aller ersten Zimmer einen Platz zu suchen. Da standen die Taschen, die Schuhe, hier roch es vertraut und in der Mitte des Raumes stand ein riesiges Hundebett. Ich ließ mich vorsichtig darauf nieder, testetet die Qualität. Erstaunt stellte ich fest, dass diese Liegestatt den hohen Ansprüchen eines Deerhounds durchaus entsprach. Es war weder zu hart noch zu weich, eine frische gelbe Decke lag obenauf ... Vielleicht war es hier gar nicht so schlecht. Ich streckte meine steifen Glieder und vergrub die Nase mit einem lauten, wohligen Seufzer unter dem dicken weißen Kissen, das mitten auf dem Hundebett lag. Der Deerhound liebt die Bequemlichkeit ...

„Ja - das ist ja wohl nicht die Möglichkeit!“ Frauchens durchdringende Stimme schreckte mich aus den schönsten Träumen. Ob Herrchen wieder etwas angestellt hatte? Doch sie schien mich zu meinen. „Runter von unserem Bett, aber flott.“ Oh, das war mir wieder unangenehm. Woher sollte ich denn wissen, das dies ein Bett für Menschen war – das hätte mir ja auch einmal jemand sagen können. Frauchen scheuchte mich aus dem Zimmer und legte meinen Hundeteppich auf den Boden und eine frisch gewaschene Decke auf eins der beiden Sofas. Ich probierte beides aus. Nun musste ich feststellen, dass hier ein Vergleich mit dem riesigen Bett, auf dem ich soeben noch so herrlich geschlafen hatte, schwierig war. Ich musste es nur noch einmal ausprobieren. So schlich ich in das unbewachte Zimmer und wurde natürlich wieder erwischt, bevor ich mich ausstrecken konnte. Der Deerhound wird oft ungerecht behandelt ...

Nach einiger Zeit wurde zum Spaziergang gerüstet. Halsband, Leine, Leckerchen ... und diese komischen Tüten, in denen manchmal ein Häufchen von mir verschwindet. Ich beschloss, mir wieder Mühe zu geben dahin zu machen, wo Frauchen nicht folgen konnte ... diese Menschen wissen gar nicht, wie peinlich uns Hunden das sein kann – eine Tüte aus Plastik! Recht lang musste ich an der Leine gehen, was mir nicht gerade angenehm ist. Nie darf ich da schnüffeln, wo ich will und wenn ich mal zügig voraneile, dann werde ich zurückgehalten. Frauchen bleibt dann andauernd stehen, dabei schnüffelt sie gar nicht, sondern wartet, bis ich zu ihr komme und sie hole. So machte sie es auch diesmal. Hier gab es so viele fremde Gerüche von unbekannten Pflanzen und Hunderten von Hunden, die ihre Nachrichten an den Sträuchern hinterlassen hatten. Der Boden war so weich und es gab einen solchen Wind, dass mir das Fell fast wegflog und die Ohren umherflatterten. Ich wurde immer aufgeregter, irgendetwas würde gleich geschehen, das wusste ich. „Da, das MEER!“, rief Frauchen und deutete mir ihrem Finger nach vorn. Ein tosendes Wasser lag vor uns. Endlich löste sie meine Leine und ich blieb noch einen Moment stehen, um mich zu orientieren. Der Boden war locker und weich, ich rannte los um ihn zu probieren. Er war ideal zum Rennen. Leicht wie eine Feder flog ich darüber hinweg ... m nach kurzer Zeit wieder zurückgepfiffen zu werden. Ich hatte die Entfernung falsch bemessen, war plötzlich ganz weit entfernt von meinen Menschen. Wir gingen zu dem wilden Wasser, das Frauchen MEER genannt hatte. Da ich durstig war, beugte ich mich herab um etwas davon zu trinken. In diesem Moment verschwand aber das Wasser und ich guckte ziemlich dumm. Sogleich kam es wieder zurück um sofort wieder zu verschwinden. Ich verfolgte es also und stieß meinen Kopf blitzartig hinab und nahm einen kräftigen Schluck. Es schmeckte ganz komisch, so ein Wasser hatte ich noch niemals getrunken. Ich schüttelte mich und in dem Augenblick schwappte mir das Wasser bis um die Füße. Das war mir unheimlich und ich hüpfte erschrocken in die Höhe. Die Menschen lachten darüber – verstehe einer die Zweibeiner. Ich finde, Wasser sollte sich entweder in einem Trinknapf befinden oder sich, wenn es in Freiheit auftritt, in einer geeigneten, berechenbarer Weise verhalten. Es kann in einem See oder Teich stehen oder in einem Fluss oder Bach fließen – aber bitte in eine Richtung. Herrchen warf mir ganz viele Bälle, das kann er gut, so richtig weit ... Ich brachte auch jeden zurück. Nur einer fiel mir ins Wasser, als ich eine elegante Kurve laufen wollte. Diesem Wasser misstraute ich, da konnte Herrchen von mir aus „Wanda, los, hol das Bällchen“ rufen, bis es Nacht wurde. Ich blieb stehen und beobachtete das kleine gelbe Bällchen, wie es hin und hergeworfen wurde vom Wasser. Sollte dieses MEER ruhig seinen Spaß haben. „Das schöne neue Bällchen“, Frauchen zog sich die Schuhe und Socken aus. „Wenn ihr zu feige seid, muss ich wohl ...“, rief sie und stapfte mutig ins tosende Wasser. „Brr – igitt ist das kalt.“ Herrchen lachte. „Ach du heiliges Hühnerbein“, gluckste er, als Frauchen wieder aus dem Wasser stakselte und deutete mit dem Finger auf ihre Beine. Ich verstand mal wieder nichts ... Es war kein Huhn weit und breit zu sehen und Frauchen war jetzt ganz schön sauer. Der Deerhound hat Probleme die Menschen zu verstehen ...

Am Abend war ich sozusagen hundemüde. Ich hatte eine Portion Dosenfutter und noch Spaghetti mit Tomatensauce verdrückt. Wo war denn nun mein Schlafplatz? Ich probierte es noch einmal mit dem riesigen Hundebett ... doch Frauchen erwischte mich noch bevor ich es erklimmen konnte, außerdem lag Herrchen schon darin. Sie zog mein Schlafkissen vor die Schlafzimmertür und verschwand im Bad. Herrchen zog die Tür von innen zu. Sollte ich etwa vor der geschlossenen Tür schlafen – ganz allein???? Als Frauchen aus dem Bad zurück kam, öffnete sie die Schlafzimmertür sofort. „Nein, die Tür bleibt auf“, flüsterte sie, als hätte sie mich verstanden. „Schlaf schön und pass auf uns auf.“ Ich beschloss, mir Mühe zu geben, beides zu tun. Aber wenn ich einschlafen würde, konnte ich ja nicht mehr wachen. So hielt ich krampfhaft die Augen auf und überlegte, wie mir URLAUB gefiel. Doch noch bevor ich die Antwort finden konnte, hatte der Schlaf mich besiegt. Der Deerhound ist kein guter Wachhund ...
Sonntag, 16.Mai

Herrchen ist heute ganz früh aufgestanden, hat sich direkt angezogen und ist verschwunden ... ohne mich!!! Als er zurück kam, hat er nach Sand und Meer gerochen. Ich war enttäuscht. Er war da, wo man so schön rennen kann und ich musste hier in dem kleinen Häuschen sitzen. Frauchen hat inzwischen geduscht. Sonst gehe ich dann immer zu ihr hin und trinke etwas Duschwasser, das schmeckt immer so lustig nach Blumen. Weil sie danach auch immer so fein duftet, lecke ich manchmal ihre Beine ab und sie lacht dann immer – es scheint ihr zu gefallen. Doch diesmal war ich dazu gar nicht in der rechten Laune. Herrchen schwitzte als er ins Haus kam – er war also gerannt – vielleicht sogar mit anderen Hunden??? Schwitzen ist absolut menschlich – ich tue das niemals, ich hechle allenfalls etwas, wenn es warm ist oder ich einen schnellen Lauf hinter mir habe. Ich schnaufte missmutig in meine Kuscheldecke. Doch plötzlich nahm Frauchen die Leine vom Haken und legte mir das Halsband um. „Komm, wir gehen ans Meer“, flüsterte sie, als sei es ein Geheimnis nur zwischen uns beiden. Herrchen ließen wir in dem kleinen Haus zurück. Er durfte nicht mit – das geschah ihm recht. Der Deerhound ist nachtragend ...

Am Strand trafen wir eine ganz nette Hundedame. Sie kam aus der Türkei. Das sei furchtbar weit weg, erklärte sie mir, und da gebe es auch ein Meer, nur sei es da viel wärmer als hier. Sie hatte zuerst ein wenig Angst vor mir, aber dann sind wir zusammen geflitzt. Sie war schnell – also gemessen an Nichtwindhunden - natürlich lange nicht so schnell wie ich. Leider wurde ich danach sofort angeleint, Frauchen sagte etwas von Leinenpflicht ... ab neun Uhr. Das sollte das Unwort des Jahres werden: LEINENPFLICHT. Das kommt direkt nach MAULKORBZWANG, HUNDEVERBOT und UNTERORDNUNSÜBUNG. Abschaffen sollte man solche Wörter und sie ersetzen durch FREILAUF, STREICHELEINHEITEN, HUNDEWIESE und RENNEN. An der Leine kann ich nie dahin, wo ich will. Am liebsten laufe ich von links nach rechts vor und hinter Frauchen her, schnuppere am Wegrand und verspeise einen dieser köstlichen Pferdeäpfel – natürlich nur, wenn er frisch ist - und koste ein wenig grünes Gras. Und es gibt ja fast nichts Unangenehmeres als ein Häufchen zu machen, wenn man angeleint ist. Lieber gehe ich ganz weit in die Büsche oder ins hohe Gras, aber da will Frauchen ja nicht mit. Der Deerhound ist am stillen Örtchen gern allein ...

Der Tag war langweilig. Die Zweibeiner steckten ihre Nasen in Bücher und faulenzten. Frauchen legte sich im Garten auf eine Liege, mitten in die Sonne. Das wäre mir zu warm gewesen. Ich suchte drinnen ein gemütliches Plätzchen auf der Couch und döste vor mich hin. Erst als es im Garten etwas Schatten gab, warf ich mich auf die Wiese und wälzte mich ein bisschen. Mittags bekam ich Nudeln mit Tomatensauce – das ist eine meiner Lieblingsspeisen, gleich nach Hüttenkäse und natürlich Parmesan, aber den hatte Frauchen leider vergessen drüberzustreuen. Am Nachmittag guckte Frauchen wieder diese komische Sendung im Fernsehen. Da sind immer ganz viele Hunde, Katzen und manchmal auch Häschen ... die suchen ein neues Zuhause. Ich beobachte Frauchen dann immer sehr genau. Manchmal ruft sie Herrchen und sagt Dinge wie: „Ist der nicht süß?“ oder: „Würde der nicht wunderbar zu unserer Wanda passen?“. Nicht, das ich etwas gegen Gesellschaft hätte – gegen angenehme Gesellschaft, möchte ich betonen – aber ich würde mir schon gern selbst aussuchen, wer gut zu mir passt. Es gibt nämlich auch Hunde, die sehen sehr niedlich aus, sind aber furchtbare Giftspritzen, kläffen, knurren und wollen gar nicht rennen, so sehr man sie auch dazu auffordert. Allerdings hätte ich auch nichts gegen so ein kleines kuscheliges Häschen einzuwenden. Der Deerhound liebt den Hasen ...

Am Abend waren wir noch einmal am Strand. Herrchen hat ganz oft das Bällchen geworfen – er kann viel weiter werfen als Frauchen. Frauchen hat jetzt SONNENBRAND – das ist rot, juckt und brennt und man muss da was draufschmieren, was ich nicht ablecken darf. Nun, dann ist das wohl URLAUB: Den Tag über faul sein, leckere Sachen essen und morgens und abends am Meer herumrennen, Bällchen werfen und fangen und Sonnenbrand haben. URAUB ist eigentlich doch nicht so schlecht. Ich bin sehr gespannt, ob wir morgen wieder zurück fahren. Ich vermisse meine Freunde ein bisschen. Der Deerhound braucht angenehme Gesellschaft ...

Montag, 17.Mai

Wir fuhren noch nicht nach Hause. Ganz früh gingen wir alle zum Strand. Wir nahmen aber einen anderen Weg als gestern, mussten durch eine Tür und über einen Holzsteg gehen und entdeckten plötzlich riesige schwarze, zottelige Tiere mit Hörnern. Leider waren es keine Hirsche. Herrchen nannte sie GALLOWAYS. Sie interessierten sich gar nicht für uns, ignorierten uns einfach. Ich wollte höflich sein und mich wenigstens kurz vorstellen, denn Frauchen sagte, das seien auch Highlander, genau wie ich. Doch diese Schotten waren sehr unfreundlich, fraßen unbeeindruckt weiter. „Irgendwann müssen wir unbedingt nach Schottland“, rief Frauchen. Davon war ich nun gar nicht überzeugt. Wenn es da nur Typen mit schlechtem Benehmen gab, konnte Schottland mir gestohlen bleiben. Britische Höflichkeit ist ja nun schon fast sprichwörtlich, doch nun schäme ich mich fast ein wenig dieser düstren Landstiere. Der Deerhound hat ein natürliches Gespür für Höflichkeit und vornehmen Lebensstil ...

Am Strand traf ich einen jungen Jagdhund. Er war erst sieben Monate alt und da er mich so nett bat, rannte ich ein wenig mit ihm. Aber wie so oft, bei diesem jungen Gemüse – ich bin ja immerhin mit meinen vierzehn Monaten schon eine junge Dame – wusste er nicht, wie man sich gegenüber einem fast erwachsenen Hund benimmt. Er ritt auf meinem Kopf herum – man stelle sich diese Unverschämtheit vor. Dafür hätte ich ihn auf der Stelle in Grund und Boden knurren können, aber ich verzichtete darauf, ich war ja auch mal so jung und dumm. Er war ja auch nett, ganz verspielt, machte andauernd witzige Sprünge – fast wie ich als Junghund. Nach kurzer Zeit verabschiedeten wir uns voneinander und Herrchen warf mir Bällchen was das Zeug hielt. Plötzlich ließen sich die Zweibeiner in den Sand fallen. Die sind wirklich manchmal komisch, gerade wo wir so toll spielten brauchten sie eine Pause. Auf dem Rückweg wurde ich wieder angeleint und wir kamen nochmals an diesen unhöflichen Schotten vorbei. Dann verschwand Herrchen plötzlich wieder – diesmal in einem riesigen Haus, aus dem es gut duftete. Davor saßen einige Hunde und warteten auf etwas. Frauchen und ich gesellten uns dazu. Als Herrchen wieder heraus kam, hatte er eine Tüte und eine Zeitung in der Hand. Und was war für mich? „Das ist nix für dich – Nase weg“, klärte er mich auf. Trotzdem musste ich ein paar Mal mit der Nase an die Tüte stupsen, es hätte ja doch für mich sein können. Der Deerhound mag, wenn man ihm etwas mitbringt ...

Den ganzen Tag über machten wir wieder alles, was man im URLAUB machen muss. Ich bekam Seefisch, Nudeln und Schmand, wir lagen faul herum, nur Sonnenbrand haben wir diesmal nicht gemacht. Am Nachmittag ging Frauchen allein weg. Ich mag das nicht gern, wenn sie ohne mich unterwegs ist. Wer soll sie denn beschützen, wenn ich nicht dabei bin und außerdem könnte sie ja tolle Dinge machen, die sie nie ohne ihren Hund tun sollte. Als sie zurück kam, duftete es im ganzen Haus sehr vielversprechend, genau so, wie aus dem großen Haus, in dem Herrchen heute früh verschwunden war. Aus der Tasche zog Frauchen ein rundes Ding hervor, das sie mir in die Schnauze steckte. Ich stand etwas ratlos da – was erwartete sie nun von mir? Mit großen Augen blickte sie mich an. Vielleicht sollte ich es lieber fallen lassen? Nein, das war wohl falsch, sie steckte es mir wieder ins Maul zurück. Nun trug ich das Ding hinaus in den Garten, um es eingehend zu betrachten und mein weiteres Vorgehen zu planen – möglichst unbeobachtet. Aber die Zweibeiner folgten mir mit ihren Blicken. „Ihr erster KNOCHEN“, sagte Frauchen, „ich bin gespannt, was sie nun damit macht.“ Da waren wir schon zwei, die gespannt waren ... Ich leckte das Ding ab – es schmeckte gut und so beschloss ich, an ihm herumzunagen und zu kauen. Zwischendurch stand ich immer mal wieder auf, drehte mich einige Male im Kreis und ließ mich fallen, um wieder in den KNOCHEN zu beißen. Offensichtlich war das genau richtig, denn Herrchen und Frauchen waren sehr zufrieden mit mir, wandten sich ab und steckten die Nasen in die Bücher. Der Deerhound weiß, was von ihm erwartet wird ...

Spät am Abend gingen wir noch einmal ans Meer. Frauchen packte diesmal einen Rucksack – aber ich konnte nicht genau erkennen, was sie hineinlegte. Wir verbrachten einige Zeit bällchenwerfend am Strand und suchten uns schließlich einen Platz auf einem der kleinen Hügel, die Frauchen DÜNEN nannte. „Herrlich ist das hier“, sagte Frauchen und packte lauter Sachen aus ihrem Rucksack. „Die Strandmatte, damit wir bequemer sitzen, das Wasser für Wanda, den Brunello di Montalcino ... Oh, nein“, entfuhr es ihr „ich habe die Leckerchen für Wanda und den Korkenzieher vergessen ...“ Herrchen war entsetzt. Ich auch. Frauchen wühlte in ihrem Rucksack, als könnte sie doch noch die vermissten Dinge darin finden. „Der Korkenzieher – nein so was ...“ Korkenzieher? Phh - was war schon ein Korkenzieher im Vergleich zu meinen Leckerchen ... Ich nahm einen Schluck Wasser und beobachtete Herrchen, der sich mit einem Taschenmesser an der Weinflasche zu schaffen machte. „Plopp“, machte es plötzlich, er hatte es tatsächlich geschafft – die Zweibeiner lachten zufrieden. Nur ich musste leer ausgehen. Herrchen füllte den roten Wein in zwei Gläser und sie stießen an. „Na Wandi, alles klar?“, stieß mich Herrchen an. Höflich wie ich bin, erwiderte ich den Schulterklopfer mir meiner linken Vorderpfote, woraufhin die beiden Zweibeiner in Gelächter ausbrachen – ich verstand wieder einmal gar nichts. Dann tranken sie einen Schluck und starrten in Richtung Meer vor sich hin. Sie schienen auf irgend etwas zu warten. Ich blickte nach links, rechts, oben, unten hinten und vorn, versuchte zu erkennen worauf sich ihr Interesse richtete: vielleicht auf die Spaziergänger mit Hunden, die Reiter dort hinten oder das gelbe Auto? „Da“, Frauchens Stimme riss mich aus meinen Gedanken. „Gleich geht sie unter, mach ein Foto“, rief sie und deutete aufs Meer. Ich blickte konzentriert in die angezeigte Richtung und sah – die Sonne. Tatsächlich, sie verschwand langsam im Meer. Nun wusste ich endlich, wohin sie am Abend immer ging, wenn ich sie nicht mehr sehen konnte. Ob sie auch am nächsten Morgen hier wieder auftauchte? Der Deerhound lernt gern dazu ...
Gerade, als ich beschlossen hatte in den DÜNEN zu warte, bis die Sonne wiederkam, brachen die Zweibeiner auf. Frauchen rollte die Strandtasche zusammen und trug sie an den Henkeln mit sich. Dieses Teil sah interessant aus und ich schnupperte ausgiebig daran. „Na, was willst du – trag sie ruhig, wenn du willst“, lachte Frauchen und steckte mir die Henkel ins Maul. Und ich trug sie – bis nach Hause. Die Menschen, die uns entgegen kamen lachten und auch meine Zweibeiner feixten herum. Aber das war mir egal – ich hatte eine Aufgabe und ich ließ mich weder von anderen Hunden noch von lachenden Kindern davon abbringen – diese Strandmatte würde ich sicher Heim bringen. So ließ mich auch die Bemerkung eines vorbeifahrenden Radfahrers kalt „Schaut mal, der trägt ein Kofferradio!“ Menschen können ganz schön dumm sein. Der Deerhound lässt sich nicht schnell beeindrucken ...

Am Ende des Abends war ich sehr zufrieden und stolz. Ich hatte eine Mission und ich habe sie erfüllt. Dafür wurde ich auch mit einer riesigen Portion Leckerchen belohnt – die ich gern vertilgte, denn in meinem Maul schmeckte es so komisch nach Strandmattenhenkeln. Der Deerhound liebt Belohnungen ...


Dienstag, 18.Mai

Herrchen ist wieder ohne uns losgelaufen. „Gib mir 20 Minuten Vorsprung. Ich laufe ein Stück am Strand entlang, zurück durch die Dünen. Wir treffen uns und gehen noch zusammen spazieren“, hatte er zu Frauchen gesagt, bevor er zur Tür hinaus ging. Wir warteten also und marschierten schließlich los. Wie vereinbart, wählten wir den Weg durch die Dünen, den, auf dem „Hunde an der Leine zu führen sind“. Es roch auf einmal ganz komisch – und bevor ich Frauchen warnen konnte, sah ich uns fünf riesigen Galloways gegenüber stehen. Wir Deerhounds haben zwar ausgezeichnete Augen, doch unsere Nasen könnten besser funktionieren, das will ich wohl zugeben. Was sollten wir tun? Frauchen zögerte einen Moment. Die Hornviecher standen mitten auf dem Weg, starrten uns erwartungsvoll an und einer leckte sich das Maul mit der riesigen Zunge. Mein Herz klopfte wie wild. Da kehrte Frauchen um – mir fiel ein ganzes Highland-Gebirge von der Brust! Nicht, dass ich feige wäre, aber man weiß nie, wie solche Rindviecher reagieren. Außerdem waren wir zwei gegen fünf – eine schlechte Voraussetzung, wie ich finde. Nun mussten wir einen großen Umweg gehen, um zum Strand zu kommen. Es folgte das übliche Bällchenspiel, wobei Frauchen längst nicht so lange Bälle werfen kann wie Herrchen, aber sie gibt sich Mühe. „Da ist ja der Johannes, schau Wanda“, rief sie plötzlich und deutete auf einen weit entfernten Punkt am Strand. Ich sah nichts, außer einem Holzpfahl – aber das konnte ich ihr ja nicht sagen. Also marschierten wir weiter, bis auch Frauchen enttäuscht feststellte, dass es sich nicht um Herrchen, sondern um einen 1,60 Meter hohen Pfahl handelte. Wir gingen aber auch noch zum nächsten Holzpfahl, um schließlich ohne Herrchen wieder zurück in den Ferienpark zu gehen. Dabei wählten wir wieder den Umweg – womöglich standen ja die zotteligen Rinder wieder im Weg. Der Deerhound ist mutig, aber durchaus vorsichtig ...

Daheim angekommen, fanden wir Herrchen vor der verschlossenen Tür – den Schlüssel hatte Frauchen. Es stellte sich heraus, dass wir uns nur wegen der Rindviecher verfehlt hatten. Wären die nicht aufgetaucht, hätten wir uns in den Dünen getroffen. Der Tag verleif dann wie gewohnt ruhig. Am Nachmittag bekam ich dann Reis und Fleisch mit Brühe – RINDFLEISCH – haha, Beinscheibe um genau zu sein. Ich empfand das ein bisschen wie Rache für den verpatzten Morgen – und lecker war es natürlich auch. Spät am Abend warf mir Herrchen dann noch ganz lange Bälle am Strand. Vorher war ich noch frisch gebürstet worden – diese pieksende Bürste mag ich nicht so sehr, aber es gibt immer Leckerchen dazu – ich ertrage es dann und schüttle mich danach immer so wild, dass ich fast umfalle. Frauchen lacht immer und sagt, ich sähe aus wie eine Flaschenbürste. URLAUB gefällt mir eigentlich ganz gut, aber es wäre schöner, wenn ein paar meiner Freunde da wären. Der Deerhound braucht ab und zu ein anregendes Gespräch ...


Mittwoch, 19.Mai

URLAUB ist jeden Tag gleich. Am Morgen läuft man am Strand entlang, fängt Bällchen, dann wird geschlafen, gefressen, gedöst, man beobachtet Möven und am Abend geht es wieder ans Meer. Wenn ich es recht überlege, ist es fast wie daheim, nur, dass es da statt Strand und Meer Wald und Bäche gibt. Der Sand unter den Pfoten ist allerdings ideal zum Rennen. Doch die meisten Hunde, die ich bisher hier getroffen habe, warne nicht am Flitzen interessiert. Viele von ihnen knurren, kläffen und bewachen ihre Häuser – eine Tätigkeit der ich nicht viel abgewinnen kann. Knurren und bellen kann ich auch – wenn mir ein anderer Hund ein Stöckchen oder Bällchen abnehmen will, dann knurre ich - und wenn ein Hund nicht mit mir fangen spielen will, dann springe ich vor ihm herum und belle. Aber das Haus bewachen – wozu gibt es Alarmanlagen? Der Deerhound bellt, wenn´s IHM gefällt ...

Heute war es am Strand voller als gestern. Herrchen meinte, das seien die HIMMELFAHRTSAUSFLÜGLER. Fragt mich nicht, was das bedeutet – Herrchen spricht oft in Rätseln. Diese FLÜGLER fuhren Fahrrad, hatten bellende, knurrende Hunde und laut schreiende Kinder dabei ... Ich mag diese Typen nicht. Wir waren froh, als wir nach dem Abendspaziergang ganz allein zu dritt im Wohnzimmer saßen. Frauchen gab mir Nudeln mit Tomatensauce – das scheint ein typisches Essen im URLAUB zu sein. Ich hätte nichts dagegen, das auch zu Hause zu essen. „Morgen wird das Wetter schlechter“, sagte Herrchen, als wir uns bettfertig machten. Einem Highlander wie mir machte das gar nichts - im Gegenteil, bei Wind, Regen und Kälte blühe ich geradezu auf. Doch diese Himmelfahrtstypen wurden bestimmt nicht gern nass. Vielleicht hätten wir ja dann den Strand mal ganz für uns. Wir Deerhounds sind von Natur aus anspruchslos und wetterfest – zwei wichtige Voraussetzungen, um in dieser Welt zu leben ...



Donnerstag, 20.Mai

Heute ging es wieder früh mit Frauchen allein zum Strand. Ich habe Bällchen gefangen, Salzwasser getrunken, Durchfall gehabt ... eben alles, was zum URLAUB dazugehört. Mittags gab es Kartoffelsalat – das war gut, fast so lecker wie Nudeln mit Tomatensauce. Am Abend ging es dann wieder zur Strandrunde und Herrchen erfand – wie er verkündete – „ein neues Spiel“ für mich. Er warf mir ein Bällchen zu und ich fing es mit der Schnauze auf. Frauchen und ich kannten dieses Spiel natürlich schon, aber wir haben ihm nichts verraten, so hatte er doch viel mehr Spaß daran. Aber er erfand dann doch etwas Neues. Er holte ein zweites Bällchen hervor. Ich fing eins auf und er warf direkt das andere hinterher, so dass ich das erste schnell ausspuckte, so warfen, fingen und spuckten wir eine Weile, bis wir beide keine Lust mehr hatten. Frauchen meinte, wir sollten damit im Zirkus auftreten – keine Ahnung, was sie damit sagen wollte, aber bestimmt wäre es was Lustiges, denn sie lachte dabei. Herrchen war so richtig übermütig heute. Er versuchte sogar, mir den Weg anzuschneiden, als ich mit einem Bällchen im Maul flüchten wollte. „Da musst du schon ins Meer fliehen“, rief er begeistert und hüpfte vor mir herum, stupste mich und lachte. Ich lief in Richtung Wasser, das wieder einmal gerade dabei war zu verschinden, verfolgt von Herrchen. Plötzlich kam das Meer ganz schnell zurück – viel schneller als sonst. Wir standen beide im Wasser. Im Gegensatz zu Herrchen hatte ich aber keine Turnschuhe und Baumwollhosen an, die sich voll sogen - und diesmal hat Frauchen nicht über MICH gelacht. Der Deerhound ist mit einem ganz eigenen Humor ausgestattet ...

Auf dem Heimweg trafen wir einen Dackel und einen kleinen Terriermischling – die regten sich so auf, dass sie sich fast verschluckt hätten. In der Nähe unseres Häuschens empfingen uns zwei Irish Setter, die hinter dem Zaun wachten, mit fürchterlichem Gebell. Doch als sie bemerkten, dass die Gartentür geöffnet war und ich dort auf sie wartete, waren sie ganz schnell still und begrüßten mich freundlich und reserviert. Ich nahm ihnen das nicht übel, ich weiß, die Menschen erwarten von ihnen, dass sie so eine Show abziehen. Es war halt ihr Job – mir wäre das viel zu stressig. Der Deerhound liebt die Harmonie ...

Am Abend habe ich Herrchens nasse Socke vom Wäscheständer stibitzt und bin damit durch den Garten gerast. Nasse Socken fliegen ganz besonders gut, wenn man sie durch die Luft sausen lässt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören mit dem Spiel, bis ich hechelnd und keuchend in der Ecke lag. Meine Zweibeiner konnten kaum noch die Musik hören – haben sie zumindest behauptet. Morgen würde der letzte Tag URLAUB anbrechen. Mir sollte es recht sein, auf eine Art und Weise habe ich ja immer URLAUB. Der Deerhound mag LA DOLCE VITA ...


Freitag, 21.Mai

Der letzte Tag URLAUB – dann geht es zurück nach Hause. Ich hoffte den ganzen Tag darauf, dass noch etwas Besonderes geschehen würde. Der Tagesablauf war wie immer. Am Abend aber, gab es wirklich etwas, das ich noch nie zuvor erlebt hatte. Wir gingen zu einem ganz besonderen Haus. Auf dem Weg dahin erschreckte ich noch ein paar Kinder – mir fiel mein Bällchen aus dem Maul und ich sprang hinterher um es zu holen, genau in eine Gruppe Kinder, die wie am Spieß schrieen – dabei war ich doch angeleint – Frauchen kam hinterhergesaust und entschuldigte sich, nachdem sie sich wieder berappelt hatte auch artig bei den Eltern der Kleinen. Ich hatte mein Bällchen, alles Andere interessierte mich wenig. Also – nun kamen wir zu dem Haus, aus dem es so verführerisch gut duftete. Frauchen verschwand darin und kam mit einem Tablett wieder heraus. Wir setzten uns an einen der Tische und aßen warme, gelbliche, längliche Dinger, die so gut schmeckten, wie sie gerochen hatten. „Pommes“, nannte Frauchen diese Köstlichkeit und ihr Geschmack übertraf sogar den von Nudeln mit Tomatensauce. Frauchen gab mir einige von ihren Pommes – Herrchen aß seine ganz allein auf, ohne mit mir zu teilen. Ich nehme es ihm nicht übel, die waren zu gut. „Noch ein Krabbenbrötchen?“, fragte Frauchen in die Runde. Ich nickte, aber Herrchen wehrte ab – die Pommes seien der Sünde genug. Eine merkwürdige Einstellung. Nun, ER hatte sich ja auch satt gegessen. Der Deerhound ist ein Feinschmecker, er kommt nur so selten dazu ...

Das war also der letzte Urlaubstag. Die Zweibeiner packten die Taschen und ich sah zu und dachte, dass ich eigentlich viel lieber daheim als unterwegs war. So hoffe ich nun, dass ich nicht so bald wieder in den URLAUB muss, sondern in meinem Körbchen schlafen, auf meinem Ledersofa rumhängen, mit meinen Freunden toben und einfach das Leben genießen kann. Ein altes Deerhoundsprichwort heißt – LIEBER DAHEIM AUF DER COUCH, ALS UNTERWEGS AN DER LEINE. Der Deerhound braucht seine Freiheit ...